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Auf den Spuren des Werwolfs von Epprath
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Anno 1589 begab es sich in Epprath, dass gar Böses um sich trieb. Der Stubbe Peter soll ein Werwolf sein...
So erzählten sich die Bürger sogar bis nach London und Augsburg.

Der Werwolfwanderweg führt als Rundwanderweg in 7 Stationen zu den Schauplätzen des historisch verbürgten "Werwolfes von Epprath".



Die 7 Stationen des Werwolfwanderweges

Infotafel: Agathator, Schloß Bedburg
Wegstrecke und Überblick

  1. Wolfgangstieg
    Die dämonischen Gräueltaten
  2. Kasterer Höhe
    Geburts- und Wohnort von Peter Stubbe
  3. Kasterer See
    Jagd auf den Werwolf von Epprath
  4. (Neu)Epprather Brücke über die Erft
    Die Verhaftung des Werwolfs
  5. Rathaus Bedburg
    Peter Stubbe vor Gericht
  6. Schloß Bedburg
    Gefoltert und zum Tode verurteilt
  7. Erfthalbinsel Broich
    Das Ende des Werwolfs von Epprath
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Dauer und Länge:

Das Unwesen des Werwolfs (Rund um den Kasterer See), Stationen (1-4) ca. 5 km, ca. 1 Stunde

Die Gerichtsrunde (Bedburg), Stationen (4-7) ca. 5 km, ca. 1 Stunde

Der Rundweg, Stationen (1-7) ca. 10 km, ca. 2 Stunden

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Die Figur des Werwolfs kommt seit Jahrtausenden weltweit in allen Kulturen vor. Seinen Ursprung hat der Mythos wahrscheinlich in den Bräuchen steinzeitlicher Jäger, die sich vor der Jagd in Wolfsfelle hüllten, um dadurch den Mut und die Stärke des Raubtiers auf sich zu übertragen. Quellen aus Europa findet man in den Texten der hellenistischen Antike, der germanischen und nordischen Mythenwelt oder der osteuropäischen Tradition des Schamanismus.

Die Grundlage der Hexen- und Werwolfverfolgung geht auf das 13. und 14. Jahrhundert zurück. In Schriften führender Theologen jener Zeit wurde die kirchliche Frauenfeindlichkeit erkennbar, die damals auf der männlichen Angst vor der Kraft des Weiblichen basierte. In pseudowissenschaftlichen Veröffentlichungen formulierte man den Glauben an die Existenz von Hexen als Verkörperung von Frauen, die von Natur aus schlecht waren.

Bei annähernd 100.000 Hexenprozessen mit Schwerpunkt in Deutschland und Frankreich war die Anklage gegen Werwölfe mit teuflischen Zügen eine besondere Variante. Freiwillig oder unter Folter gestanden Männer, in der Gestalt eines Mensch-Wolfes nicht nur Tiere gerissen, sondern auch Menschen vergewaltigt, zerstückelt und gefressen zu haben.

Der weltweit bekannteste Werwolf-Prozess fand im 16. Jahrhundert in Bedburg statt. Peter Stubbe, ein aus Epprath stammender Bauer, wurde gemeinsam mit seiner Tochter und "Gevatterin" gefangen genommen, vor das Blutgericht gebracht und schließlich wegen Hexerei und Werwolferei verurteilt. Am 31. Oktober 1589 fand die öffentliche Hinrichtung statt.


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